1. Mai 2020 – Abstand halten und trotzdem zusammenstehen

Veröffentlicht am 28.04.2020 in Aktuelles

1. Mai 2020 – Abstand halten und trotzdem zusammenstehen

Aulendorfer SPD zeigt sich solidarisch und warnt vor einer sozialen Schieflage

In diesem Jahr ist alles anders – das spüren wir an allen Ecken und Enden. Viele Läden und die Gastronomie sind noch immer verschlossen, und selbst wenn alle wieder öffnen ist es ein langer Weg zurück in die Normalität. Viele Beschäftigte sind in Kurzarbeit oder im Home-Office, gleichzeitig bleiben Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Großveranstaltungen sind noch längere Zeit verboten, aber aktuell finden nicht einmal Chorproben statt.

Auch der 1. Mai steht in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Seit 1886 gehen auf der ganzen Welt die Beschäftigten gemeinsam auf die Straße und demonstrieren für Arbeitnehmerrechte und eine gerechtere Gesellschaft. In diesem Jahr kann dies nur online geschehen, so wird der Abstand eingehalten und gleichzeitig deutlich, dass wir zusammenstehen.

Dies ist wichtig, denn die Corona-Pandemie darf nicht dazu führen, dass die soziale Schieflage weiter verschärft wird. Viele Familien spüren schon heute, dass das Kurzarbeitergeld kaum ausreicht, um die Lebenskosten zu decken. Die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, wofür Hubertus Heil, unser Arbeitsminister, gekämpft hat, war daher ein richtiger und wichtiger Schritt. Aber auch die Kontaktbeschränkungen verursachen soziale Schieflagen. Wer in einer Wohnung ohne Balkon und Garten wohnt – und dies betrifft viele Familien – und gleichzeitig überall auf geschlossene Spielplätze trifft, hat es schwer.

Und auch die aktuelle Situation an den Schulen wirft soziale Fragen auf. Nach einer aktuellen Studie im Auftrag der Robert Bosch Stiftung befürchten 86% der befragten Lehrkräfte, dass sich während der Schulschließungen die soziale Ungleichheit verstärken wird, weil es in den Elternhäusern sehr unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten gibt.

Es muss unser Anspruch auch weiterhin sein, Chancengerechtigkeit zu realisieren. Nicht der Geldbeutel der Eltern darf entscheiden, ob unsere Kinder ihre Potenziale entfalten können. Die Schulschließungen konfrontieren alle Eltern mit neuen Herausforderungen. Es darf aber nicht sein, dass wir die Probleme allein bei den schwächeren Gliedern unseres Gemeinwesens abladen.

Deshalb müssen wir gerade auch in diesen Tagen aufstehen und zusammenstehen, zumindest im bildlichen Sinne. Die Corona-Pandemie darf unsere Gesellschaft nicht spalten. Die Stärke unseres Gemeinwesens besteht darin, dass wir uns alle unserer Verantwortung bewusst sind. Wir ziehen uns nicht gegenseitig über den Tisch, sondern suchen den Kompromiss und handeln solidarisch. Dies gilt heute mehr denn je.

Und was bewegt Sie? Schreiben Sie uns Kommentare oder beteiligen Sie sich an den Aktionen des Deutschen Gewerkschaftsbundes unter dem Motto „Solidarisch ist man nicht allein!“ https://www.dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit

In diesem Sinne ein herzliches Glück-auf!

Prof. Dr. Ernst Deuer, Ortsvereinsvorsitzender

 

 

Der Ortsverein

Prof. Dr. Ernst Deuer (Ortsvereinsvorsitzender, Schriftführer)

Ursula Döbele (Stellv. Ortsvereinsvorsitzende, Webmasterin)

Irina Prokscha (Kassenwartin)

 

Unsere Vertreter*innen in den Gremien

Britta Wekenmann (Gemeinderätin)

Sahin Gündogdu (Gemeinderat)

Rainer Marquart (Gemeinderat & Kreisrat)

Prof. Dr. Ernst Deuer (Mitglied im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben und stellvertretender Fraktionsvorsitzender)

Franz-Erwin Kemper (Vorsitzender des Stadtseniorenrates und Behindertenbeauftragter der Stadt Aulendorf)