Öffentlicher Stammtisch mit Ex-Bundesminister Walter Riester

Produktivität, Gerechtigkeit, Zusammenhalt – Welche Sozialpolitik braucht das Land?

Der Sozialstaat steht aktuell wieder im Zentrum politischer Debatten. Oft geht es dabei um Arbeitszeit, Leistungsbereitschaft und angeblich überbordende soziale Sicherung. Gleichzeitig erleben viele Menschen Veränderungen in der Arbeitswelt, wirtschaftliche Unsicherheiten und steigende Anforderungen an soziale Absicherung.

Wir wollen darüber offen diskutieren – sachlich, fundiert und ohne starre Vortragsformate.

Beim öffentlichen Stammtisch sprechen wir darüber, welche Rolle der Sozialstaat heute für Beschäftigte, Unternehmen und Gesellschaft spielt, wo Reformbedarf besteht und wie soziale Sicherheit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zusammen gedacht werden können.

Für fachliche Impulse und eine fundierte Einordnung sorgen Walter Riester (ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Soziales), Prof. Dr. Ernst Deuer (Gemeinde- und Kreisrat sowie Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes) sowie Korbinian Sekul (Kreisrat und Zweitkandidat für die Landtagswahl).

Die Veranstaltung findet am Montag, 2. März 2026 ab 19:30 Uhr im Raum „Refektorium“ des Gasthauses „zum Rad“ in Aulendorf statt.

Ringzug unter Strom: Aulendorfer SPD diskutiert die Zukunft der Bahnstrecke Aulendorf–Kißlegg.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Aulendorf–Kißlegg stand im Mittelpunkt einer gut besuchten öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung der Aulendorfer SPD. Hierbei wurden sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen des Projekts intensiv erörtert.

Aus fachlicher Sicht ist die Elektrifizierung ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Ringzugs. Dr. Wolfgang Heine, Verbandsdirektor des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben und Geschäftsführer des Interessenverbands „bodo-Ringzug“, betonte in seinem Impulsreferat, dass „die Elektrifizierung zwischen Aulendorf und Kißlegg eine zentrale Voraussetzung ist, um den Ringzug langfristig leistungsfähig und verlässlich weiterzuentwickeln“ und damit die Grundlage für bessere Anschlüsse, weniger Umstiege und stabilere Fahrpläne schaffe. Zu den wichtigsten Verbesserungen zählen bspw. nahezu 700 zusätzliche Fahrten mit dem ÖPNV je Werktag, die umsteigefreie Verbindung zwischen Bad Waldsee und Ravensburg, eine verbesserte Anschlussqualität in Kißlegg sowie die stündliche Anbindung von Wolfegg und Alttann. Die Kosten belaufen sich auf gut einhundert Millionen Euro, wobei der allergrößte Teil von Bund und Land getragen werden. Rund acht Millionen muss die Region schultern, die Hälfte hat bereits der Landkreis übernommen, der Rest kommt jetzt auf die betroffenen Kommunen entlang der Strecke zu. Der Aulendorfer Gemeinderat wird sich hiermit am 26.1. befassen und es geht um einen Kostenanteil von rund 700.000 €.

In der Diskussion zeigte sich ein breites Interesse an den möglichen Verbesserungen für den regionalen Bahnverkehr. Zugleich wurden kritische Fragen offen angesprochen, etwa zur Höhe der Investitionskosten, zur finanziellen Beteiligung der Kommunen sowie zur technischen und zeitlichen Umsetzung. Der Bahnexperte Martin Jopke (u.a. aktiv bei Pro Bahn Bodensee-Oberschwaben) unterstützte das Projekt grundsätzlich, mahnte jedoch zu einer realistischen Gesamtbetrachtung. Die Elektrifizierung der Strecke Aulendorf–Kißlegg sei „fachlich richtig und sinnvoll“, zugleich dürfe man nicht übersehen, „dass der regionale Bahnverkehr vor einer ganzen Reihe weiterer Herausforderungen steht – von der Infrastruktur über den Betrieb bis hin zur Finanzierung“. Einig waren sich die Beteiligten im grundsätzlichen Ziel, den regionalen Bahnverkehr zu stärken – auch wenn im Detail unterschiedliche Bewertungen deutlich wurden.

Auch aus Sicht des Regionalverbands wurde der strategische Rahmen betont. Norbert Zeller, Fraktionsvorsitzender der SPD im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, ordnete das Vorhaben in die langfristige Verkehrsentwicklung ein und verwies darauf, dass die Elektrifizierung der Strecke Aulendorf–Kißlegg „Teil einer übergeordneten Strategie zur Stärkung des Schienenverkehrs in Oberschwaben“ sei. Entscheidend werde sein, „dass Region, Land und Kommunen diesen Weg gemeinsam und verlässlich gehen“.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Prof. Dr. Ernst Deuer, zugleich Gemeinderat, Kreisrat und Mitglied der SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, moderierte die Diskussion und hob den offenen Charakter der Veranstaltung hervor, der eine kontroverse und vielschichtige Diskussion ermöglichte. Hierbei wurde aus seiner Sicht deutlich, dass die Vorteile überwiegen und dass die Elektrifizierung der Strecke Aulendorf–Kißlegg ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung der regionalen Mobilität ist.

v.l.n.r. Ortsvereinsvorsitzender Prof. Dr. Deuer, SPD-Kreisvorsitzende Heike Engelhardt, Regionalverbandsdirektor Dr. Heine, SPD-Fraktionsvorsitzende Britta Wekenmann-Arnold, Bahnexperte Martin Jopke, Landtagskandidatin Rosa Hübner, Ex-Bundesminister Walter Riester und Norbert Zeller, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben.

SPD-Fraktion im Regionalverband: „CDU-Doppelspiel hat Biosphärenprozess zu Fall gebracht“

In der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung des Regionalverbands

Bodensee-Oberschwaben wurde auch das überraschende Ende des Prüfprozesses

für ein mögliches Biosphärengebiet Oberschwaben thematisiert. Die

widersprüchliche Rolle der CDU im Land und in den Kommunen fällt hierbei

besonders ins Auge.

Auf Landesebene hat die CDU den Koalitionsvertrag mitverhandelt, in dem der

Prüfprozess ausdrücklich festgeschrieben wurde. Damit erhielt das Vorhaben ein

offizielles politisches Mandat und wurde überhaupt erst gestartet. Wer ein solches

Verfahren in einem Koalitionsvertrag verankert, übernimmt Verantwortung für

einen transparenten und fairen Ablauf.

Ganz anders jedoch das Bild in vielen Kommunen der Region: Dort tauchten

wiederholt wortgleiche Anträge der jeweiligen CDU-Fraktionen auf, die auf einen

schnellen Ausstieg aus dem Prüfprozess drängten. Diese Vorgehensweise führte

unter anderem in Bad Wurzach und Bad Waldsee zu vorzeitigen Rückzügen und

schwächte das Projekt schrittweise von innen heraus.

Wer auf Landesebene die Tür öffnet und sie auf kommunaler Ebene

systematisch wieder zuschlägt, betreibt ein politisches Doppelspiel – und das

geht am Ende zulasten der ganzen Region.

Besonders befremdlich ist, dass auch der Steuerungskreis vorzeitig die Reißleine

gezogen hat – noch bevor alle Kommunen ihre Beratungen und Beschlüsse

abschließen konnten. Damit wurde mehreren Gemeinden faktisch die Möglichkeit

genommen, den Prüfprozess zu Ende zu führen und auf Grundlage vollständiger

Informationen eine eigene Entscheidung zu treffen. Ein demokratisch sauberer

Schlussstrich sieht anders aus.

Der eigentliche Sinn des Prüfprozesses – Information, Beteiligung und ein

geordnetes, ergebnisoffenes Verfahren – ist damit konterkariert worden. Das abrupte

Ende sendet ein fatales Signal an alle Gemeinden, die sich ernsthaft an der Prüfung

beteiligen wollten, ebenso wie an Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv eingebracht

oder weitere Informationen erwartet hatten.

In der Verbandsversammlung wurde daher kritisch nachgefragt, welche fachlichen

und klimarelevanten Folgen dieser Abbruch nun für die Region hat, insbesondere mit

Blick auf Moorschutz, CO₂-Speicherung und langfristige regionale

Entwicklungsstrategien. Die Verwaltung wurde um eine Einschätzung gebeten,

inwieweit die entstandene Lücke kurzfristig oder mittelfristig geschlossen werden

kann.

Konflikte wären im weiteren Verlauf des Prüfprozesses sicher unvermeidbar

gewesen – aber sie gehören zu einem solchen Verfahren dazu und sind dort auch

lösbar. Gerade der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben verfügt über

langjährige Erfahrung darin, komplexe Interessen auszuhalten, sorgfältig abzuwägen

und tragfähige Lösungen zu entwickeln. In regionalen Planungsprozessen wird nie

jede einzelne Position vollständig erfüllt, doch es entstehen Kompromisse, die viele

Ziele miteinander verbinden und Antworten auf große gesellschaftliche

Herausforderungen ermöglichen.

Mit dem abrupten Ende des Prüfprozesses verliert Oberschwaben jedoch die

Chance, diesen notwendigen Willensbildungsprozess zu Ende zu führen. Eine

Region, die Konflikte konstruktiv bearbeiten könnte, wird stattdessen um die

Möglichkeit gebracht, ein gemeinsames Ergebnis zu entwickeln, das auf

Transparenz, Beteiligung und fachlicher Abwägung beruht.

SPD Sommerstammtisch
Liebe Genossinnen und Genossen,

nach der eindrucksvollen Exkursion zum Goldbacher Stollen stehen die nächsten Termine an:

 

Mittwoch 30. Juli, Feierabendtour der Roten Radler (Treffpunkt: 18 Uhr vor dem Schloss) und

anschließend ab 19:00 Uhr Sommerstammtisch zu aktuellen politischen Themen im Schalander.


Im Aulendorf aktuell wird der Stammtisch für 19:30 Uhr angekündigt - dies liegt daran, dass die Radlergruppe wahrscheinlich ein paar -Minuten länger braucht. Aber Korbinian ist auf jeden Fall ab 19 Uhr vor Ort.
Heike Engelhardt beim Infostand der Aulendorfer SPD

In der heißen Phase des Wahlkampfphase machte Heike Engelhardt, Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der SPD im Landkreis Ravensburg, Station am Aulendorfer Wochenmarkt. Bürgermeister Burth und zahlreiche weitere Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit und befragten die Abgeordnete zu verschiedensten Themen – von der Gesundheitspolitik, über Frauen- und Menschenrechtspolitik bis hin zu den aktuellen Migrationsdebatten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Patrick Freund als neustes und jüngstes Mitglied im Ortsverein willkommen geheißen, während der frühere Ortsvorsteher von Zollenreute, Siegfried Hornung, für seine 40jährige Mitgliedschaft geehrt wurde. So kam alles zusammen: thematische Vielfalt & engagierte Diskussionen, „alte Hasen“ & interessierte Nachwuchskräfte – sturmerprobt seit 1863 und die Zukunft im Blick!

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v.l.n.r.: Ortsvereinsvorsitzender Prof. Dr. Ernst Deuer, Neumitglied Patrick Freund, Jubilar Siegfried Hornung und Heike Engelhard, MdB

Mit Tradition in die Zukunft: SPD-Ortsverein ehrt Jubilare und mobilisiert für die Bundestagswahl

Der SPD Ortsverein Aulendorf-Altshausen lud zur Mitgliederversammlung ein, um langjährige Mitglieder für ihr Engagement zu ehren und gleichzeitig die Weichen für die entscheidenden Wochen vor der Bundestagswahl zu stellen. „Unsere Jubilare stehen für Werte wie Zusammenhalt, Engagement und den unermüdlichen Einsatz für soziale Gerechtigkeit“, betonte Ortsvereinsvorsitzender Prof. Dr. Ernst Deuer in seiner Begrüßung. „Diese Tradition trägt uns – und sie gibt uns die Kraft, die Zukunft mutig zu gestalten.“

Zunächst einmal standen Vorstandsberichte und Entlastungen an, bevor die Wahlen vorgenommen werden konnten. Die Wahlgänge brachten keine großen Überraschungen, aber doch ein paar Neuerungen (jeweils ohne Gegenstimme):

Prof. Dr. Ernst Deuer bleibt Vorsitzender; stellvertrete Vorsitzende sind Britta Wekenmann-Arnold und Korbinian Sekul. Schriftführerin ist künftig Brigitte Hügler, Kassierer bleibt Korbinian Sekul. Als Beisitzer unterstützen Sebastian Vosseler, Brigitte Martin und Franz-Erwin Kemper. Als Kassenprüfer wurden Klaus Sies und Peter Ederer bestätigt.

Ein Höhepunkt des Abends war der Besuch von Heike Engelhardt, die als Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende aus erster Hand Einblicke in ihre politische Arbeit gab. In ihrem Bericht spannte sie den Bogen von den aktuellen Herausforderungen im Bundestag (u. a. in der Gesundheitspolitik) bis hin zu den Anliegen und Projekten in der Region, die ihr besonders am Herzen liegen.

Im Anschluss stellte sie sich den Fragen und Anregungen der Mitglieder und Gäste. In der lebhaften Diskussion wurde die Steuerpolitik im Bund ebenso wie der mögliche Neubau des Landratsamts diskutiert. Gerade bei den kommunalen Themen konnten sich auch die örtlichen Mandatsträger einbringen. So berichtete einerseits die Fraktionsvorsitzende aus dem Aulendorfer Gemeinderat, Britta Wekenmann-Arnold, und andererseits hatten die beiden Kreisräte, Korbinian Sekul und Prof. Dr. Ernst Deuer, aktuelle Informationen aus dem Kreistag parat.

Der emotionale Höhepunkt des Abends war die feierliche Ehrung von Mitgliedern, die dem Ortsverein seit Jahrzehnten die Treue halten.

  • 25 Jahre: Franz Erwin Kemper. Er ist immer aktiv dabei und aktuell hat er die Funktion des Behindertenbeauftragten der Stadt Aulendorf inne und er ist Vorsitzender des Stadtseniorenrats.
  • 40 Jahre: Sebastian Vosseler. Abteilungsleiter an der Edith-Stein-Schule in Aulendorf und Vorsitzender des Sozialverbands VdK Aulendorf.
  • 40 Jahre: Günther Spähn. Der legendäre "Radwirt" war bis 2019 insgesamt 30 Jahre im Gemeinderat in Aulendorf aktiv.

Mit persönlichen Anekdoten berichteten die Geehrten über ihre damaligen Motive zum Eintritt und ihre Erfahrungen im Parteileben, von Höhen und Tiefen. „Unser Blick in die Vergangenheit zeigt uns, wie viel wir schon erreicht haben. Doch unser Blick in die Zukunft macht klar: Jetzt ist die Zeit, in der es besonders wichtig ist, entschlossen zu handeln und sich zu positionieren.“, so der Ortsvorsitzende in seinem Schlusswort.

Mit diesem Schwung geht der SPD Ortsverein Aulendorf-Altshausen in die letzten Wochen vor der Wahl – gestärkt durch die Werte der Vergangenheit und voller Zuversicht für die Herausforderungen der Zukunft.

Wahlkampfauftakt mit MdB Heike Engelhardt

Unsere Bundestagsabgeordnete Heike Engelhardt stattet uns zum Auftakt des Wahlkampfes eine Besuch ab. Lasst uns miteinander, statt übereinander reden! Hierzu laden wir herzlich alle Mitglieder*innen und Interessent*innen ein.

Die Veranstaltung beginnt am 22.01.25, um 19 Uhr, im Gasthaus Rad in Aulendorf.

„Sozialpolitik im Wandel“ – Veranstaltung mit Ex-Bundesarbeitsminister Walter Riester

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Die Veranstaltung der SPD Aulendorf-Altshausen war ein voller Erfolg: der Saal im Gasthaus „zum Rad“ war komplett gefüllt, es gab inspirierenden Input und eine angeregte Diskussion zu den verschiedenen Feldern der Sozialpolitik.

Walter Riester, ehemaliger Bundesarbeitsminister und Architekt der Riester-Rente, referierte, gab Einblicke in die sozialpolitischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und skizzierte die Zukunftsfelder, die für eine gerechte und nachhaltige Sozialpolitik entscheidend sind.

Der gelernte Fliesenleger und Gewerkschaftsfunktionär, der es bis zum Bundesarbeitsminister gebracht hat, betonte in seinem Vortrag die Notwendigkeit, die sozialen Sicherungssysteme an die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen – notfalls eben auch durch Mindestlöhne als Ergänzung zum Tarifvertragssystem. Bei dieser Gelegenheit blickte Riester auch auf die Einführung der Riester-Rente im Jahr 2001 zurück, die seinerzeit ein wichtiger Schritt zur Entlastung der gesetzlichen Rentenversicherung war.

Der demografische Wandel mit einer alternden Bevölkerung und schrumpfenden Beitragszahlerbasis brachte das Umlagesystem unter Druck, da immer weniger Erwerbstätige für eine wachsende Zahl von Rentnern aufkommen mussten. Um die langfristige Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung zu sichern, wurden das Rentenniveau schrittweise abgesenkt und die Beitragssätze stabilisiert. Dies sollte sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber finanziell entlasten.

Gleichzeitig entstand die Notwendigkeit, die private Altersvorsorge zu stärken, um die Rentenkürzungen auszugleichen. Die Riester-Rente bot eine staatlich geförderte Möglichkeit, individuell vorzusorgen, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte. Steuerliche Vorteile und Zulagen sollten Anreize schaffen, eigenverantwortlich für das Alter vorzusorgen. Mit diesem Modell folgte Deutschland auch internationalen Trends, die auf eine stärkere Verzahnung von gesetzlicher und privater Vorsorge setzten. So entstand die Riester-Rente als freiwillige Ergänzung und Entlastung für das bestehende System. Derzeit gibt es in Deutschland rund 15,5 Millionen Riester-Verträge.

Dem Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion, in der Fragen der Finanzierbarkeit von Reformen und der Vergleich mit anderen Ländern im Vordergrund standen. Die Veranstaltung zeigte, dass Sozialpolitik in einer sich wandelnden Welt ein zentrales Thema bleibt – und immer wieder Anpassungen erfordert (z.B. beim flexiblen Renteneintritt oder beim Mindestlohn).

Petition: Notfallpraxis Bad Saulgau retten!

Die Notfallpraxis in Bad Saulgau darf nicht auch noch geschlossen werden! Das Vorgehen der Kassenärztlichen Vereinigung und die geplante Schließung der Notfallpraxis ist unverantwortlich! Die ärztliche Versorgung auf dem Land wird lebensbedrohlich kaputtgespart! Dies gilt es zu verhindern!

https://www.change.org/p/stoppt-die-weitere-verschlechterung-der-medizinischen-versorgung-des-l%C3%A4ndlichen-raums?utm_medium=custom_url&utm_source=share_petition&recruited_by_id=00c75fb0-0877-11ed-84e1-4f8346e0ca1e

I be a Auladorfer. I be a Demokrat.

Kampagne der Aulendorfer SPD mit Bekenntnis zur Demokratie kommt gut an.

Zum Thema bezahlbarer Wohnraum kamen Politiker aus Bund und Land nach Aulendorf. Sichtlich erfreut reagierten der Vizepräsident des Landtags, Daniel Born, und die Ravensburger Bundestagsabgeordnete Heike Engelhardt, als sie gleich zu Beginn die Aufkleber entdeckten. Die Kampagne hat aber auch einen aktuellen und ernsten Hintergrund, denn es ist nötig für die Demokratie aktiv einzutreten. Oder wie es Bundespräsident Steinmeier zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes formulierte: "Wir brauchen die Demokratie – aber ich glaube: Derzeit braucht die Demokratie vor allem uns." In diesem Sinne stehen wir für Aulendorf und für die Demokratie.
 

Infostände der Aulendorfer SPD

Wir informieren und diskutieren mit Ihnen am Wochenmarkt in Aulendorf am 6. Juni.
Außerdem finden Sie uns am 1.Juni und am 8.Juni jeweils ab 8:00 Uhr vor dem Aulendorfer Edeka- Markt und ab 10:30 Uhr an der Jet- Tankstelle in Aulendorf.


Bezahlbar und lebenswert Wohnen

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Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum ist eine drängende soziale Frage unserer Zeit. Sozialdemokrat:innen treten dafür ein, dass jede und jeder eine bezahlbare Wohnung findet, hat, oder behalten kann. Denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Im Zuge der Veranstaltungsreihe „Kommunal- trifft Landes-, trifft Bundespolitik“ bringt Heike Engelhardt regelmäßig Bürger:innen mit Politiker:innen aller Ebenen zusammen. Im Gespräch mit Bürger:innen diskutieren die SPD-Bundestagabgeordnete Engelhardt, der sozialdemokratische Landtagsvizepräsident Daniel Born, der SPD-Kreisrat Prof. Dr. Ernst Deuer und der Präsident der Sozialistischen Bodensee-Internationale Jan Haschek die Rahmenbedingungen, förderliche Maßnahmen und konkrete Lösungen, um bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum zu schaffen.

Wann: 22.5.2024

Uhrzeit: 19:00

Ort: Ritterkeller, Aulendorf

 

Anmeldung unter: heike.engelhardt.wk@bundestag.de / 0751 79 16 23 07

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten.

Ein Stammtisch an drei Tischen

Ende Januar fand der öffentliche Stammtisch des Ortsvereins der Aulendorfer SPD zu kommunalpolitischen Themen im Gasthaus zum Rad statt. Im Vordergrund stand die aktuelle Situation im Landkreis Ravensburg und hierzu berichteten die beiden Aulendorfer Kreisräte, Korbinian Sekul und Prof. Dr. Ernst Deuer. Rund zwanzig interessierte wie diskussionsfreudige Gäste fanden sich ein und daher mussten zuerst ein paar Tische zusammengeschoben werden, bevor es richtig losgehen konnte.

Und dann zeigte sich, dass trotz aller Umtriebe auf dieser Welt und der großen Herausforderungen auf Bundes- oder Landesebene auch die kommunalen Themen die Menschen umtreiben. Nicht nur, weil alle „großen“ Themen irgendwann konkret werden und in den Kommunen aufschlagen, sondern auch die kommunalen Themen selbst rücken aus gutem Grund ins Bewusstsein. Die jüngsten Sparbeschlüsse des Kreistags (im Umfang von rund 5 Millionen Euro im laufenden Haushaltsjahr) wurden daher sehr kritisch beleuchtet – denn es gab im Kreistag überhaupt keine Gegenrechnung, es ist völlig offen, was künftig wegfallen soll oder kann. Die Kreisverwaltung soll Vorschläge für die Einsparungen machen, während das Volumen bereits beschlossen ist – aus Sicht der SPD-Fraktion im Kreistag hätten solche Vorschläge zuerst vorliegen müssen. „Wenn wir 5 Millionen allein im Bereich der freiwilligen Leistungen des Kreises sparen, dann bleibt davon wenig übrig und der Landkreis verliert sein Profil – übrig bleibt eine reine Verwaltungsbehörde.“ (Korbinian Sekul) Der Einsparbetrag entspricht einem Prozentpunkt der aktuellen Kreisumlage – diese ist in unserem Landkreis aber so niedrig wie in kaum einem anderen Landkreis. „Am Ende landen die Sparmaßnahmen des Kreises immer wieder in den Kommunen wie bspw. beim Windelsack oder direkt bei der Bürgerschaft – ein leistungsfähiger Landkreis ist daher auch weiter in unserem Interesse.“ (Ernst Deuer)

In der breit geführten Diskussion schwang immer wieder die Sorge mit, dass nun der Rotstift auch kommunal dort zuschlägt, wo die besonders empfindlichen Schmerzpunkte sind – nämlich überall dort, wo es keine starken Lobbyvertretungen gibt.

Weitere Themen waren u.a. die geplanten Windkraftanlagen, der Kiesabbau im Altdorfer Wald und die Zukunft der Minigolfanlage. Im Rahmen der nächsten Stammtische wird die Diskussion fortgeführt und vertieft.

Neue Vorstandschaft bei der Aulendorfer SPD

Ende Oktober fand die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Aulendorf-Altshausen im Gasthaus „zum Rad“ statt. Nach Kurzberichten des Vorstands und der Kassenprüfer sowie der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft standen sämtliche Ämter zur Wahl.

Als Vorsitzender wurde Kreisrat Ernst Deuer bestätigt, als Stellvertreter fungiert künftig Korbinian Sekul, der ebenfalls dem Kreistag angehört. Als Schriftführerin wurde Stadträtin Britta Wekenmann-Arnold wiedergewählt, das Amt des Kassierers übernimmt künftig ebenfalls Korbinian Sekul. Als Beisitzer komplettieren Brigitte Martin und Sebastian Vosseler weiterhin den Vorstand, die Kassenprüfung bleibt weiterhin in den Händen von Peter Ederer und Klaus Sies.

Die nächsten Termine

Die Aulendorfer SPD ist vor Ort:

02.03.2026, 19:30 Uhr
öffentlich
Öffentlicher Stammtisch mit Ex-Bundesminister Walter Riester
Gasthaus "zum Rad", Aulendorf